Oltmann Gruppe Dachfonds Nr. 3 GmbH & Co. KG – böses Omen Geschäftsbericht 2015

Oltmann Gruppe Dachfonds Nr. 3 GmbH & Co. KG: Dass die Erstellung des Geschäftsberichtes für den Geschäftsführer André Tonn in Anbetracht der miserablen Ergebnisse keine Freude gewesen ist, leuchtet wahrscheinlich jedem ein. Es sollte aber die Frage erlaubt sein, warum der Geschäftsbericht für das Jahr 2015 erst im Februar 2017 an die Gesellschafter verschickt worden ist? Dies wiegt m.E. besonders schwer, da die Bilanz bereits das Datum 8.7.16 trägt! Also eigentlich alle Daten schon seit über 7 Monaten vorgelegen haben.

Verzögerung mit System

Die Unart, Geschäftsberichte mit erheblicher Verzögerung an die Geschäftsinhaber zu verschicken, ist leider speziell bei jenen Gesellschaften vorzufinden, die mit den eigenen Ergebnissen so gar nicht zufrieden sein können.

Es droht noch Ungemach

Vorsichtig wird der Gesellschafter denn auch bereits darauf hingewiesen, dass – um im Schifffahrtsjargon zu bleiben – schweres Wetter aufziehen wird. Die Banken drängen, die Schifffahrtskrise hält an und den Gesellschaftern möchte keiner der Geschäftsleitung persönlich unter die Augen treten, weswegen kurzerhand ein schriftliches Beschlussfassungs-Verfahren entschieden wird.

Bilanz mit alten Zahlen

Wie eingangs bereits erwähnt ist es für mich schlicht nicht nachvollziehbar, warum ein hochbezahlter Geschäftsführer nicht in der Lage sein sollte, zeitnah einen Geschäftsbericht zu erstellen und den Gesellschaftern persönlich seine Arbeit zu präsentieren. Was dem ganzen jedoch die Krone aufsetzt, sind die alten Zahlen, mit denen in der Bilanz teilweise gearbeitet wird. So werden die Beteiligungen zu einem großen Teil noch mit Ergebnissen aus dem Jahr 2014 bewertet. Das ist, in Anbetracht der geforderten Beschlussfassung, die ja auch die Entlastung der Geschäftsleitung beinhalten soll, absolut inakzeptabel.

Keine Entlastung

Schon alleine aus den Gründen: veraltete Daten, Beschlussfassung im Umlaufverfahren und wischi-waschi-Aussagen zu den angedeuteten Risiken, sollte der Geschäftsleitung hier keine Entlastung erteilt werden. Es sollte meines Erachtens auch auf die TOP-Liste, welche Anstrengungen die Geschäftsleitung zur Sicherung des Gesellschaftsvermögens unternommen hat.

Jammern und auf Andere zeigen

Auch hier zeichnet sich wieder ab, dass Gewinne, wenn sowieso die ganze Welt Gewinne macht, hochgejubelt werden, aber Verluste immer die Schuld der Anderen sind. Denn, obwohl es angeblich seit Jahren eine gravierende Schifffahrtskrise gibt, schreiben nicht wenige Reedereien immense Gewinne und schmeißen fast täglich neue Schiffe auf das Wasser.

Unser Tipp

  1. Die Beschlussfassung im Umlaufverfahren anfechten.
  2. Der Geschäftsleitung keine Entlastung erteilen.
  3. Aktuelle Zahlen über die Beteiligungen anfordern
  4. Rechtliche Ansprüche gegen die Gesellschaft prüfen

Mitglieder

Alle Mitglieder sind bereits über die rechtlichen Möglichkeiten bezüglich des Fonds informiert worden.