MLR und MLR 2: Anleger sollen für fragwürdige Verfahren blechen

Mitglieder unserer Interessengemeinschaft MLR Beteiligungsgesellschaft (1 und 2) wandten sich in den letzten Tagen an uns, da ein weiteres Anschreiben des Liquidators Robert Kramer für Verwirrung und Ärger sorgt. Zwar nicht bei den Anlegern, die bereits gegen Herrn Kramer gewonnen haben. Aber bei den Anlegern, die verloren haben! Und denen erscheint sein jetziges Anschreiben verständlicherweise wie der sprichwörtliche Schlag ins Gesicht.

Geschäftsführung ohne Mandat?

Auf Seite Zwei des Anschreibens heißt es unter Punkt Eins wörtlich: „In dieser für alle Betroffenen unangenehmen Phase der Abwicklung gibt es leider nach wie vor keine Rechtssicherheit zu der Frage, ob und wenn ja, in welchem Umfang ich als Abwickler legitimiert bzw. sogar verpflichtet bin, entsprechende Forderungen gegenüber Anlegern geltend zu machen, oder aber, ob dies von meinem Abwicklungsauftrag nicht mit umfasst ist.“

Fazit: Einige Gerichte bezweifeln die Legitimation des Liquidators!

In der Folge schildert Herr Rechtsanwalt Kramer dann verschiedene „Szenarien“ und regt eine Abstimmung im Umlaufverfahren an.

Vermeidbare Kosten sollen jetzt von allen Gesellschaftern getragen werden!

Hierzu unsere Stellungnahme: Unangenehm ist die ganze Situation wohl primär für alle betroffenen Anleger. Und zwar, wie uns Mitglieder unserer Interessengemeinschaft glaubhaft versichern konnten, nicht erst in der aktuellen „Phase der Abwicklung“. Besonders bemerkenswert an dem jetzigen Anliegen des Herrn Kramer, ist zudem die Tatsache, dass er trotz der von ihm selbst eingeräumten mangelnden Rechtssicherheit längst damit begonnen hat, angeblich fällige Außenstände bei ratierlichen Zahlungen geltend zu machen. Für ihn und den von Ihm beauftragten Rechtsanwalt stellte das anscheinend kein sonderlich großes Problem dar.

Bemerkenswert dabei: Wurde ein Gerichtsverfahren gewonnen, mussten die verklagten Anleger die Kosten des beauftragten Rechtsanwaltes tragen – was in der Natur der Sache liegt und somit auch nicht zu beanstanden ist. Aber, bei verlorenen Verfahren wurden die Dienste des beauftragten Rechtsanwaltes sowie der gesamten Kosten der beklagten Partei, aus dem Gesellschaftsvermögen beglichen, also dem Vermögen von allen Anlegern.

Fragwürdige Verfahren zu immensen Kosten

Nur eines ist immer sicher: Der Liquidator und die beauftragten Rechtsanwälte erhalten immer Ihre Kosten, ob nun gewonnen oder verloren wird. Vor einem solchen Hintergrund ist wohl auch die Frage erlaubt, ob denn Gelder, die im Zuge einer legitimierten Innenliquidation beigetrieben werden, dann am Ende auch wirklich irgendeinem Anleger zu Gute kommen? Es bleibt viel mehr zu befürchten, dass alle oder ein erheblicher Teil der Vermögenswerte der Gesellschaft durch die Entlohnung von Herrn Rechtsanwalt Kramer als Liquidator und den beauftragten Anwälten schlicht und ergreifend verbraucht werden könnten. Wir sind daher der Ansicht, dass alle Anleger sehr gründlich prüfen sollten, ob Sie dem Liquidator eine nachträgliche Legitimation erteilen sollten dafür, dass er trotz Rechtsunsicherheit den Anlegern in die Tasche gegriffen hat und ob sie wirklich wollen, dass er das in der Zukunft tun darf.

Wohlgemerkt: Herr Kramer will NACHTRÄGLICH für Tätigkeiten und deren entstandene Kosten eine Legitimation!

Eine weitere Merkwürdigkeit ist uns zudem in Bezug auf die angekündigte „Informationsveranstaltung“ aufgefallen: Hier soll nicht nur Familienangehörigen oder Anwälten (was durchaus Sinn hat) des geschädigten Zeichners eine Vertretungsbefugnis eingeräumt werden können, sondern auch, so wörtlich: „Durch den die Anlage ursprünglich vermittelnden Vermittler“. Genau jenen Personen oder Unternehmen also, die dem geschädigten Anleger – ob vorsätzlich oder fahrlässig, schuldhaft oder nicht rechtlich vorwerfbar, – die Anlage vermittelt haben und damit zumindest auf der Kausalitätsebene den ganzen Ärger erst eingebrockt haben, soll eine Vertretungsvollmacht eingeräumt werden. Wir finden das auffällig!

Informationen zum Schutz der Vermittler?

Wird da etwa der Bock zum Gärtner gemacht? Hätte Herr Rechtsanwalt Kramer, der ja nachweislich keine Mühen und Kosten gescheut hat, Anleger anzugehen und notfalls zu verklagen dann nicht auch einmal im Zuge der Liquidation die Rolle der Vermittler für die geschädigten Anleger prüfen lassen sollen?

Immerhin lag laut Aussage der BaFin der MLR kein wirklich tragfähiges Konzept zu Grunde. Hätte es da nicht ggfs. Sinn gehabt, einmal durch unabhängige rechtliche Gutachter prüfen zu lassen, ob den MLR Fonds vielleicht sogar ein sittenwidriges Geschäftsmodell zu Grunde lag?

Kein Blankomandat für ausufernde Kosten

Wir können das nicht wirklich abschließend beurteilen. Nur eines ist wohl in dieser „unangenehmen Phase der Liquidation“ sicher: Die Kosten laufen weiter bis die Liquidation endlich einmal abgeschlossen ist und damit laufen auch die Kosten des Liquidators weiter, der anders als die Anleger wohl nicht zu den Verlierern zählen wird. Und je mehr Verfahren geführt werden und Ansprüche im Zuge der zitierten „Innenliquidation“ auch gegen Anleger geltend gemacht werden, desto länger dauert die Liquidation an.

Viele Anleger sind bereits Mitglied in der iipk

Wenn Sie nun in dieser, und da geben wir Herrn Rechtsanwalt Kramer recht, sicherlich für Sie unangenehmen Phase der Liquidation nicht bloß stillhalten wollen, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Bei dem Umlaufverfahren, erlauben wir uns den Hinweis, dass jede Zustimmung und nachträgliche Legitimation und möglicherweise sogar jede Enthaltung ggfs. die Position von Herrn Kramer stärkt. Ob Sie das wollen, ist Ihre Entscheidung, genauso wie es Ihre Entscheidung ist, weiterhin auf den „Rat“ Ihrer Vermittler zu hören ohne deren Rat Sie diese katastrophale Anlage nie erworben hätten und mit deren Anwesenheit auf der „Infoveranstaltung“ Herr Rechtsanwalt Kramer wohl keine Probleme hat!

MLR Beteiligungsgesellschaft mbh & Co. KG i.L.

MLR – stoppt die Geldvernichtung!

Die Anleger der MLR-Fonds (MLR Beteiligungsgesellschaft mbh & Co. KG i.L. und MLR Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. 2. KG i.L.) mussten bereits herbe Niederschläge hinnehmen. Nahezu alle Zeichner die sich an uns gewandt haben, teilten uns mit, dass Ihnen die Beteiligung als gute und vergleichsweise sichere Investition in einen Zukunftsmarkt verkauf worden ist. Die Realität sieht freilich ganz anders aus. Die Investition in die MLR-Beteiligung entpuppte sich für die Anleger als Desaster. (mehr …)

MLR–Fonds, weitere Talfahrt?

Unabsehbare Dauer der Liquidation, neue Chancen für Anleger!

Das Sachverständigenbüro Ehlen hat bereits im Jahre 2015 eine Interessengemeinschaft für geschädigte Anleger der MLR-Fonds gegründet. Ziel ist es, durch den Zusammenschluss von Anlegern, möglichst viele Informationen zu sammeln, die dann jedem IG-Mitglied zu Gute kommen. Wir bringen natürlich auch unsere Kompetenz und Erfahrung als Sachverständigenbüro für Kapitalanlagen mit ein.

Prüfung der Fondsstruktur

Aus unserer Sicht bestehen erhebliche Zweifel daran, dass den MLR-Fonds ein, wirklich Erfolg versprechendes, Konzept zu Grunde lag. Immerhin wurde ja auch die Abwicklung des Fonds von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beschlossen. Es liegt uns zudem das Protokoll einer Gesellschafterversammlung vor, in welcher ein BaFin Mitarbeiter derartige Zweifel selbst äußert.

Positive Urteile

Wir konnten inzwischen ermitteln, dass es bei einer insgesamt nicht einheitlichen Lage für Anleger auch durchaus sehr positive Entwicklungen gibt.

  1. Inzwischen erging eine Entscheidung gegen das Ehepaar Klein (Frau Klein war Gründungsgesellschafterin, Herr Klein war für den Vertrieb verantwortlich) Auch Mitglieder der IG gehen mittlerweile gegen das Ehepaar Klein vor.
  2. Es liegen auch Urteile (LG und OLG) vor, in welchen davon ausgegangen wird, dass die Einforderungen ratierlicher Zahlungen, durch den Insolvenzverwalter RA Kramer, nicht rechtens ist.
  3. Weiterhin gibt es Urteile, die davon ausgehen, dass nur der Treuhänder überhaupt Gelder hätte einfordern dürfen und nicht der jeweilige Fonds.
  4. Für ein Mitglied unserer IG, dass durch die Fonds-Geschäftsleitung verklagt worden ist, konnte inzwischen von einem Anwalt mit dem wir in Verbindung stehen, ein klageabweisendes Urteil erstritten werden.

Arbeit der IG-MLR

Zwischenzeitlich haben sich viele Anleger der Interessengemeinschaft angeschlossen und dabei auch weitere Fragestellungen aufgeworfen. So wünschen sich viele Anleger auch eine nähere Durchleuchtung der Rolle des Herrn RA Kramer, als Liquidator der Fonds. Wir haben Mitglieder in der IG die zeugenschaftlich bestätigen können, dass Herr Kramer in einer Gesellschaftsversammlung von einer deutlich schnelleren Abwicklung der Liquidation ausging. Das wirft Fragen auf. Denn eines ist klar: Die Gelder und Kosten, die für die Abwicklung der Liquidation aufgewendet werden (u.a. für die Arbeit von Herrn RA Kramer) können nicht mehr den geschädigten Anlegern zufließen.

Gemeinsam wehrt es sich besser

Bitte haben Sie an dieser Stelle Verständnis dafür, dass wir hier nicht weiter ins Detail gehen können. Dezidierte Informationen und Hintergrundinformationen erhalten exklusiv nur IG-Mitglieder. Wenn auch Sie der Ansicht sind, dass Passivität hier ein schlechter Ratgeber ist, und sagen: „Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren“ und Sie aktiv etwas unternehmen möchten, dann nehmen Sie noch zeitnah Kontakt zu uns auf.

Interessengemeinschaft MLR

Der Fonds kann getrost als gescheitert angesehen werden. Und es geht wohl auch kaum noch jemand davon aus, noch einen Cent aus dieser Beteiligung zurück zu erhalten.

Allerdings stellt sich für die Gesellschafter ein Problem dar, die noch nicht das vollständige Haftungskapital an die Gesellschaft überwiesen haben. Aktuell sind das mindestens die Gesellschafter, die sich über einen Ratenzahlungsplan an der Gesellschaft beteiligt haben. Und hier fordert der Abwickler jetzt, dass die Zahlungen fortgeführt, bzw. beibehalten werden. Das ist natürlich problematisch für die Betroffenen, da nach aktueller Lage der Gesellschaft wohl auch weitere Zahlungen auf Nimmerwiedersehen verschwinden werden.

Was kann man tun?

Wie bereits bei den anderen Fonds, denen es ähnlich geht, können wir nur dazu raten auf keinen Fall weitere Zahlungen an die Gesellschaft zu leisten, ohne den Vertrag von einem versierten Rechtsanwalt prüfen zu lassen. Die Mitglieder der iipk haben hier noch einen besonderen Vorteil, da wir mittlerweile die ersten gewonnenen Verfahren durch unser Anwaltsnetzwerk vermelden können.

Prospektfehler

Es lässt sich nicht von der Hand weisen, dass kaum ein Anleger Geld in diesen Fonds investiert hätte, wenn die tatsächliche Höhe der Provisionen und Weichkosten bekannt gewesen wäre. Auch der Prospekt schweigt sich zu diesem Punkt aus und nennt nicht die absolute Höhe der beaufschlagten Gebühren. Da sich aber bei vielen geschlossenen Beteiligungen immer wieder die Höhe der Kosten als Hauptgrund für deren scheitern ausmachen lässt, wurden wichtige Fakten verschwiegen. Man kann durchaus sagen, wer zu den Kosten schweigt, der lügt!

Pilotklage

Da wir seit einigen Monaten bereits eine Pilotklage bei den MLR Fonds laufen haben, erhalten unsere Mitglieder alle Informationen zu den Erfolgsaussichten sowie den Ansatzpunkten aus erster Hand. Mit unseren Erfahrungen laufen Sie nicht in Gefahr, sich in eine aussichtslose Klage zu stürzen.

Beteiligte Firmen

  • MLR Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG
  • MLR Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. 2. KG
  • Innova Treuhandgesellschaft mbH

Firmen mit personellen Verflechtungen zur MLR

  • PROMESSO BoxX UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG
  • PROMESSO Verwaltungs GmbH
  • MLR Mobilien Leasing Regensburg Verwaltungs GmbH
  • Innova 2 Verwaltungsgesellschaft mbH
  • Leasingfabrik GmbH
  • PROMESSO BoxX UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG
  • CLF Car Lease und Factoring Holding AG
  • PROMESSO Metall GmbH & Co. KG
  • Promesso Vertriebsprojekte GmbH
  • PROMESSO Verwaltungs GmbH

MLR – Schadensersatz und endlich Ruhe vor dem Abwickler

MLR Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG: Erneut hat ein Landgericht diversen Anlegern gegen die Prospektverantwortlichen als auch gegen die Treuhänder der MLR und MLR 2. Beteiligungsgesellschaft mbh & Co. KG vollständigen Schadensersatz zugesprochen. Damit wird unsere insgesamt positive Einschätzung der Erfolgsaussichten, mit einem “blauen Auge” aus diesem Fonds rauszukommen, wieder mal unterstrichen.

Liquidation und dann?

Bei beiden (MLR und MLR 2.) in Liquidation befindlichen Fonds handelte es sich um Leasinggesellschaften, deren Gesellschaftszweck auf Kapitalbeschaffung für den Erwerb, Vermietung, Verwaltung sowie die Verwertung von Immobilien als auch von mobilen Wirtschaftsgütern im Wege des Leasings gerichtet war. Die Liquidation wurde eingeleitet nachdem sich bereits 2011 herausstellte, dass die prognostizierten Gewinne nicht erzielt werden können. In diesem Zusammenhang ermittelt die zuständige Staatsanwaltschaft bekanntermaßen bereits seit längerem gegen verschiedene Prospektverantwortliche wegen des Verdachts des Kapitalanlagebetrugs.

Fehlerhafter Prospekt

Fest steht, dass das zuständige Landgericht die Emissionsprospekte in mehreren Punkten als fehlerhaft erachtete und aufgrund dessen zu dem Schluss kam, die Anleger können nicht ausreichend durch den Prospekt über alle für die Investitionsentscheidung relevanten Tatsachen und Risiken aufgeklärt worden sein. Sei es die irreführende Darstellung der Vertragsbeziehungen zwischen den MLR-Fonds und der LMVO GmbH Leasing- und Marketing Vermittlungs-Organisation, hinsichtlich der faktischen Aufgabenübertragungen oder auch die tatsächliche Einflussnahmemöglichkeit der Frau Marion Klein. Außerdem sei auch falsch über die Fortfaitierungsabsichten (Forfaitierung: unbesicherter Forderungskauf) aufgeklärt worden, sowie deren realistische Ausfallquote.

Aus diesen Gründen haften nach Auffassung des Landgerichts Nürnberg-Fürth sowohl die Gründungsgesellschafter der MLR-Fonds sowie der Treuhänder und andere Prospektverantwortliche, geschädigten Anlegern auf Schadensersatz. In dieser Konsequenz wurde Frau Marion Klein als Gründungskommanditistin auf Schadensersatz aus Prospekthaftung im weiteren Sinne bereits verurteilt. Daneben haftet ihr Ehemann, Herr Peter Klein als faktischer Geschäftsführer der MLR auf Schadensersatz wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung.

Urteile lassen Hoffnung zu

Diese Urteile sind nicht nur interessant für Anleger, die den Fonds als Einmalzahler beigetreten sind und Schadensersatz geltend machen möchten, sondern auch für diejenigen die sich für das Ratenzahlungsmodell entschieden hatten und nunmehr von dem von der BaFin bestellten Abwickler auf Zahlung ausstehender Raten in Anspruch genommen werden. Das Landgericht Nürnberg-Fürth ist nicht nur der Ansicht dass die Verantwortlichen, bereits geleistete Einzahlung ersetzen müssen, sondern zudem auch dazu verpflichtet sind, betroffene Anleger von noch ausstehenden Raten freizustellen.

MLR – Ratenzahlungen seit 2011 unrechtmäßig?

Viele Gesellschafter der MLR Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG und der MLR Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. 2. KG haben sich bei der Beteiligung für das Ratenzahlungsmodell des Fonds entschieden. Diese Anleger zahlen seit Jahren monatlich Beiträge an die Gesellschaft, obwohl sie wissen, dass davon wahrscheinlich nichts mehr zurückgezahlt wird. Diese Ratenzahler haben sich in der Regel dem Druck des Abwicklers gebeugt, der ja schließlich von offizieller Stelle an diesen Posten gesetzt worden ist. Wer geht schon hin und unterstellt, dass der Abwickler im Unrecht sein könnte?

MLR Urteil zu Gunsten Geschädigter

Wie jetzt durch ein aktuelles – allerdings noch nicht rechtskräftiges – Urteil bestätigt wurde, zahlen diese Gesellschafter wohl seit 2011 vollkommen ohne jede rechtliche Verpflichtung. Den genauen Wortlaut des Urteils bekommen – wie immer – unsere Mitglieder exklusiv zur Verfügung gestellt.

Verbotene Geschäftsgrundlage?

Das Gericht stellt im Besonderen auf eine rechtliche Fallkonstellation ab, die auch bereits vom Vertrauensanwalt der iipk angeführt worden ist: Es kann nicht sein, dass die Gesellschaft Ratenzahlungen für einen Fonds einfordern kann, der gar keine Leasinggeschäfte tätigen darf! Das Geschäftsmodell kann mangels Genehmigung nicht mehr umgesetzt werden. Sämtliche weiteren Zahlungen würden somit von vornherein als verloren gelten. Mit diesem Wissen kann kein Anleger gezwungen werden dürfen, Ratenzahlungen weiter aufrecht halten zu müssen.

Vorteile durch die iipk

Wenn Sie noch kein Mitglied der iipk sind, sollten Sie das schleunigst ändern und sich dringend rechtlichen Rat einholen, damit Sie bei diesem leidigen Fonds nicht weiteres Geld verlieren. Die iipk hat nicht nur Ansätze gefunden, bereits gezahlte Gelder zurück zu erhalten, sondern auch die ratierlichen Zahlungen einstellen zu können. Holen Sie sich über unsere Vertrauensanwälte kostenlosen rechtlichen Rat ein. Die iipk trägt für alle Mitglieder die Kosten der Rechtsberatung.

MLR Beteiligungsgesellschaft: Wege aus der Verlustfalle

Die MLR Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG und die MLR Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. 2. KG sind anschauliche Beispiele dafür, wie sich die blumigen Worte eines Prospekts von der rauen Wirklichkeit unterscheiden können. Rund 1.500 Anleger des Leasingsfonds der MLR können sich nicht über üppige Renditen freuen, sondern fahren Verluste ein. Doch ausweglos ist die Situation nicht.

Die gute Nachricht zuerst: Am 29. Dezember 2015 hat das Landgericht Nürnberg den Prospektverantwortlichen der MLR mbH & Co. KG und den Treuhänder zu Schadensersatz verurteilt. Ein Anleger, der sich durch die MLR Beteiligungsgesellschaft betrogen gefühlt hatte, war vor Gericht gezogen. Er bekam recht. Und das ist nicht das einzige Urteil mit ähnlichem Ausgang.

Doch der Reihe nach.

Gute Absichten, schlechte Aussichten?

In seinem Prospekt vom Dezember 2008 schrieb Robert Hiermann, Geschäftsführer der MLR Beteiligungsgesellschaft, im Vorwort, das Leasinggeschäft sei eine Wachstumsbranche. Hiermann berief sich auf den Bund Deutscher Leasinggesellschaften (BDL) und auf das ifo-Institut. Leasing sei nicht neu, sondern schon seit Anfang der 1960er ein erfolgreiches Modell zur Geldvermehrung. Eine Argumentation, die zahlreiche Anleger überzeugen konnte, sind doch „ganz frische“ Produkte meist mit Vorsicht zu genießen. So gesehen könnte man Robert Hiermann und der MLR gute Absichten unterstellen. Dass die Aussichten dann doch nicht so gut waren, mussten jedoch rund 1.500 Anleger erfahren.

Fehler im Prospekt

Eine andere Klägerin zog ebenfalls vor Gericht. Im Januar 2016 wurde das Urteil gesprochen. Auch hier bekam die Klägerin Recht, denn der Prospekt sei fehlerhaft gewesen, wie das Gericht bestätigte. Zwar hatte die Gegenseite darauf gepocht, dass mit dem Prospekt alles in Ordnung gewesen sei, doch die Richter folgten dieser Argumentation nicht. Sie führten vielmehr aus, dass ein Prospekt „in verständlicher und leicht analysierbarer Form“ verfasst sein müsste. Doch genau das sei bei der MLR Beteiligungsgesellschaft nicht der Fall gewesen. Es kommt also, so die Richter, nicht alleine auf den Inhalt eines Prospektes an, sondern welchen Gesamteindruck es vermittelt.

Das Urteil des Landgerichts Nürnberg-Fürth ist 19 Seiten lang und beurteilt einen komplexen Sachverhalt. Doch entscheidend dabei ist letztlich die Tatsache, dass eine Klage grundsätzlich durchaus Aussicht auf Erfolg hat.

“Tod” auf Raten

Um es den Anlegern ein wenig einfacher zu machen, wurde ihnen schon im Jahr 2006 mitgeteilt, dass sie statt einer Einmalzahlung in den Leasingfonds auch eine Ratenzahlung vereinbaren könnten. Diesem Angebot kamen zahlreiche Anleger nach. Doch dann sollte ihnen diese Variante auf die Füße fallen. Denn die BaFin kassierte die Erlaubnis der MLR Beteiligungsgesellschaft, Dienstleistungen auf dem Gebiet der Finanzierungsleasing zu erbringen ein. Aufgeschreckt und verunsichert stellten daraufhin viele Anleger ihre Ratenzahlungen ein und bekamen prompt im Jahr 2014 Post vom Rechtsanwalt. Der forderte sie auf, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen und drohte mit einer gerichtlichen Durchsetzung der Forderung. Viele kuschten und zahlten.

Erst einen Anwalt fragen

Zahlungsaufforderungen – Totalverlust – fehlerhafte Prospekte, das und vieles mehr geht Anlegern durch den Kopf, wenn sie an die MLR Beteiligungsgesellschaft denken. Und letztlich das ernüchternde Gefühl, machtlos zu sein. Denn bereits 2011 wurde die Liquidation der MLR Beteiligungsgesellschaft eingeleitet, nachdem feststand, dass den Erwartungen der Anleger nicht entsprochen bzw. die vollmundigen Versprechungen nicht eingehalten werden konnten. Seitdem gab es zahlreiche Gerichtsverfahren, die sich vornehmlich um Prospektfehler und den Vorwurf des Kapitalanlagebetrugs drehten.

Die hier geschilderten Fälle sind keine Ausnahmen, sie gliedern sich vielmehr in eine ganze Reihe von Verfahren ein, die die Anleger für sich entscheiden konnten. Es ist also durchaus lohnenswert, sich nicht seinem Schicksal zu ergeben und den finanziellen Verlust unter „Lehrgeld“ abzulegen. Die Informations- und Interessengesellschaft privater Kapitalanleger (iipk) unterstützt Sie bei der Geltendmachung Ihrer Ansprüche.