Erste Erfolge bei GSI Triebwerksfonds

Viele Anleger der GSI Triebwerksfonds haben in den letzten Monaten Klagen gegen die Berater eingereicht. So auch diverse Mitglieder der Interessengemeinschaft GSI. Und es gibt bereits die ersten Erfolge für geschädigte Anleger. Dabei ist besonders hervorzuheben, was u.E. für alle Fonds dieser Gruppe gilt, das Scheitern des Anlagemodells war vorhersehbar!

Schrottbeteiligungen

Die Idee klingt verlockend: Wie bei einem Automobil die Batterie, sind angeblich die Triebwerke von Flugzeugen quasi beliebig austauschbar. Und wegen des hohen Verschleißes lohne es sich besonders Triebwerke zu vermieten. Die Sache hat, wie bei allem was zu gut klingt um wahr zu sein, einen gewaltigen Haken: Flugzeuge sind zwar tatsächlich so konstruiert, dass Triebwerke problemlos austauschbar sind. Das ist soweit richtig und vom Fonds auch korrekt kommuniziert worden. Die Austauschbarkeit hat allerdings Gründe, die viele Anleger wohl missverstanden haben dürften: technologische Entwicklung UND Verschleiß!

Wessen Müll hat der Fonds gekauft?

Laut Prospekt sind Anleger wohl davon ausgegangen, dass es sich bei der Vermietung von (gebrauchten) Turbinen um ein lukratives Geschäft handeln könnte. Die wahren Risiken wurden u.E. jedoch in keiner Weise realistisch dargestellt. Der Fonds soll ja schon von Beginn an Triebwerke im Portfolio vorgehalten haben, die veraltet waren, weil sie viel zu viel Sprit verbrauchten.

Anleger wurden getäuscht

Wenn nur genügend Geld im Spiel ist, findet sich immer ein Dummer, dem man technologischen Müll andrehen kann. So sehen das mittlerweile viele Rechtsanwälte aus unserem Anlegerschutznetzwerk. Im Fall des GSI Triebwerksfonds waren es nach unserer Ansicht die Anleger der einzelnen Fonds, die Turbinen erwarben, die bereits zum Kaufzeitpunkt technisch veraltete Spritschlucker und demnach überteuert waren. Eine Kontrolle ist jedoch innerhalb des Fonds nicht möglich, da die Gesellschaft nur als Darlehensgeberin fungierte. Die Gesellschafter sind nämlich nur an einem Fonds beteiligt, dem angeblich eine Gesellschaft gehört, die angeblich Flugzeug-Turbinen besitzt!

Kreditausfallrisiko

Würden Sie einer GEsellschaft mit beschränkter Haftung, die geführt wird von Leuten die sie nicht kennen und die sich fern ihres Zugriffes im Ausland befindet Geld leihen?  Also wir kennen niemanden der das tun würde!

Pflichtverletzung der Berater

Wir kennen keinen Anleger, der von seinem Berater den klaren Risiko-Hinweis bekommen hat, dass die Darlehensvergabe ein unkalkulierbares Risiko darstellt und deshalb ein Totalverlust billigend in Kauf genommen werden müsste!

Erste Erfolge in Sicht

Die ersten Klagen unserer Mitglieder wurden übrigens gewonnen. Rechtskraft besteht zwar noch nicht, aber mit zwei Beratern führen die Anwaltskanzleien derzeit Vergleichsverhandlungen. Das ist doch schon mal ein Anfang.

GSI Triebwerke Vier GmbH & Co. KG