Insolvenzantrag gestellt

Am 23.08.2016 wurde beim AG Chemnitz unter dem AZ 15 IN 840/16 die Insolvenz der Erste Oderfelder Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG beantragt. Der Rechtsanwalt Frank-Rüdiger Scheffler wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Besteht noch Hoffnung?

Für die Anleger der Erste Oderfelder Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG besteht nun bittere Gewissheit über das Schicksal ihres Fonds. Die Beantragung einer Insolvenz ist selten ein Zeichen dafür, dass noch nennenswerte Vermögen vorhanden sind. In der Regel ist es sogar so, dass Restvermögen durch die Tätigkeit des Insolvenzverwalters aufgezehrt wird. Wieso sollte man da also noch Hoffnung investieren?

Mittelverwendungskontrolle

Die Gesellschaft hat in erster Linie Darlehen an die Lombardium herausgegeben und hatte somit eigentlich nichts mit dem beworbenen Fonds-Gegenstand “Pfandleihe” zu tun. Neben der Frage, ob es sich damit um ein verbotenes Darlehensgeschäft handelt, ist mit Sicherheit noch die Frage interessant, ob die Herausgabe des Darlehens ohne Sicherheiten erfolgte. So wie wir das sehen, ergibt sich aus dem Fonds-Prospekt, dass die Herausgabe des Darlehens immer an eine entsprechende Sicherheit gekoppelt war. Es hätte also gar nicht zur Insolvenz der Darlehensgeberin kommen können, wenn die Sicherheiten korrekt übereignet worden wären.

Versicherung für Pfandhäuser vorgeschrieben

Der nächste Ansatzpunkt könnte zudem die für Pfandhäuser vorgeschriebene Versicherung sein. Die verschiedenen Landesvorschriften zum Pfandleihergwerbe könnten sich als günstig für die Geschädigten auswirken. Sollte sich herausstellen, dass die Pfandstücke versichert waren, könnte sich hieraus ein Anspruch für den Darlehensgeber, also für die Erste Oderfelder Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG ergeben.

Eine Fülle interessanter Ansätze

Die von uns befragten Rechtsanwälte sehen auf jeden Fall einen Fülle von interessanten Ansätzen, für einzelne Gesellschafter doch noch zu einem Schadensersatz zu gelangen. Die meisten Ansätze sind jedoch nur für einen kleinen Teil der Geschädigten umsteztbar. Dies stellt insoweit aber nicht wirklich ein Problem dar, da erfahrungsgemäß über 90 % der Geschädigten nichts unternehmen werden.

Was tun?

Wenn Sie einer der knapp 7.000 Geschädigten sind, raten wir Ihnen dringend die Hände nicht in den Schoß zu legen und einfach nur untätig zu warten. Aus unzähligen Fällen können wir Ihnen versichern, dass nur die Anleger mit Sicherheit alles verlieren, die nichts mehr unternehmen. Tatsächlich ist es mittlerweile in einer erfreulich hohen Zahl von Fällen so, dass Schadensersatzansprüche gegen Dritte durchgesetzt werden können und Zahlungen erfolgen.

Die iipk ist seit über 10 Jahren äußerst erfolgreich in diesem Bereich!

 

Erste Oderfelder Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG
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