DS-Rendite-Fonds Nr. 114 VLCC Artemis Glory GmbH & Co. Tankschiff KG: Sämtliche Ansprüche aus Schadensersatz gegen den DS Rendite-Fonds Nr. 114 VLCC Artemis Glory GmbH & Co. Tankschiff KG werden in Kürze absolut verjähren. Die Platzierung des Fonds erfolgte im Jahr 2006. Das bedeutet für jeden Zeichner, dass er ausgehend vom Zeichnungsdatum innerhalb von 10 Jahren – und zwar taggenau – die Entscheidung getroffen haben muss, ob er noch rechlichte Schritte in dieser Sache unternehmen will.

Eckdaten zum Fonds

Der DS-Rendite-Fonds Nr. 114 VLCC Artemis Glory GmbH & Co. Tankschiff KG wurde am 15.01.2005 in das Handelsregister des Amtsgerichts Dortmund eingetragen und im Laufe des Jahres 2006 platziert. Das geplante Kommanditkapital in der Höhe von EUR 39,8 Mio. wurde im Rahmen der Platzierung erreicht. Das Gesamtvolumen des Fonds belief sich auf EUR 107,3 Mio. und wurde über das Kommanditkapital hinaus, fremdfinanziert.

Die Auflösung des Fonds ist für 2021 vorgesehen. Allerdings lassen die weit unter den Prognoseangaben des Prospekts geblieben Ausschüttungen nicht auf einen nennenswerten Kapitalrückfluss schließen. Die bisherigen negativen Ergebnisse resultieren zwar in erster Linie aus der stetig sinkenden Nachfrage, bzw. dem anhaltenden Überangebot an Schiffskapazitäten, aber u.E. nach sind dafür eher die eklatanten Fehlplanungen und die grobe Fehleinschätzung des Fondsmanagements verantwortlich.

Gravierende Prospektfehler

Der Emissionsprospekt ist unserer Ansicht nach fehlerhaft, da er nicht hinreichend über diejenigen Umstände aufklärt, die für eine Investitionsentscheidung eines Anlegers von Bedeutung sind. Zudem haben sich wesentliche Prognosen als unzutreffend herausgestellt.

So wurde im Prospekt unter anderem die beherrschende Stellung zweier Schlüsselfiguren (Jürgen Salomon und Ghassan Ghandour), nicht nur unzureichend kenntlich gemacht, sondern sogar durch undurchsichtige Gesellschaftskonstruktionen und -verflechtungen fast schon verschleiert.

Zudem wurden die prospektierten Erträge systematisch zu hoch angesetzt. Aus den öffentlich zugänglichen Orderbüchern für Schiffsbauten war in Fachkreisen zum Zeitpunkt der Platzierung des Fonds bereits offensichtlich, dass die in Auftrag gegebenen Tankerneubauten das damalige Transportvolumen bereits um etwa 40 % übertrafen. Dies hätten die Initiatoren erkennen und in Ihrer Kalkulation einbeziehen müssen. Diese und weitere Prospektierungsfehler erachten wir als ausschlaggebend für eine Anlageentscheidung und sind somit nach unserem Erachten auch relevant für Regressverlangen gegenüber den Prospektverantwortlichen.

Lückenhafte Anlageberatung

Im Übrigen liegen unter Umständen Schadensersatzansprüche von Anlegern wegen Falschberatung durch den Vertrieb der Fondsbeteiligung vor, sofern eine fehlerhafte Beratung auch ursächlich für den Fondsbeitritt war. Der Vertrieb ist generell bei einem Schiffsfonds wie dem DS-Rendite-Fonds Nr. 114 VLCC Artemis Glory GmbH & Co. Tankschiff KG dazu verpflichtet über folgende Punkte umfassend zu informieren:

  • Einem Anleger muss verdeutlicht werden, dass dieser Fonds ein Unternehmen ist und daher wie bei jedem Unternehmen, das Risiko besteht, dass das eingesetzte Kapital vollständig verloren gehen kann. Dieses Risiko ist allerdings mit dem Konzept einer sicheren Kapitalanlage oder einer Altersvor-sorge – laut BGH – per se nicht zu vereinbaren. Sollte das bekundete Investitionsziel eines Anlegers die Altersvorsorge gewesen sein, so hätte der vorliegende Fonds keinesfalls empfohlen werden dürfen.
  • Zudem muss darüber aufgeklärt werden, dass es keinen geregelten Zweitmarkt für Fondsanteile gibt und Anleger sich daher auch nicht kurzfristig von ihrer Beteiligung an dem Schiffsfonds trennen können.
  • Auch muss ein Anleger nach der Rechtsprechung des BGH aus Gründen der Rentabilität auf etwaige Vermittlungsprovisionen (kick backs von mehr als 15%) hinweisen, die bei der erfolgreichen Vermittlung von Schiffsfonds an den Vertrieb fließen.
  • Weiter darf die prospektierte regelmäßige Ausschüttung in der Beratung oder Vermittlung nicht undifferenziert als “Rendite” bezeichnet werden, denn Ausschüttungen des Fonds sind keine Gewinne, sondern können vom Fonds jederzeit bei Bedarf zurückgefordert werden
  • Spezifisch hinsichtlich des DS Rendite-Fonds Nr. 114 VLCC Artemis Glory GmbH & Co. Tankschiff KG hätte unserer Auffassung nach zudem darauf hingewiesen werden müssen, dass zur Finanzierung nicht nur Eigenkapital der Anleger eingeworben, sondern auch Kredite aufgenommen wurden. Eine Kreditaufnahme erzeugt externe Abhängigkeiten und schafft erhebliche Risiken für den Fonds und dessen Anleger.
  • Zudem hätte auf die hohen Weichkosten hingewiesen werden müssen, denn nur 55% der von den Anlegern aufgebrachten Mittel flossen unmittelbar in die Schiffsinvestition. Etwa 44% wurde für Weichkosten, also nicht investive Zwecke wie Zinsen, Provisionen und sonstige Dienstleistungsvergütungen verwendet.

Es gibt noch Auswege

Anleger die sich mit dem drohenden Verlust nicht abfinden wollen, sollten umgehend unserer IG DS 114 beitreten. Sämtliche Mitglieder erhalten immer eine kostenfreie fundierte Rechtsberatung durch Anwälte denen wir vertrauen.

Für Gesellschafter die sich noch nicht sicher sind, ob sich ein weiteres Vorgehen lohnt, ist es möglich im Rahmen eines sehr günstigen Sammelverfahrens (IG-intern bereits gegründet) die Verjährung für einen Zeitraum von mehreren Monaten zu unterbrechen.

DS Rendite 114 – absolute Verjährung von Ansprüchen naht