Darlehenswiderruf am Ende? Adé Widerrufsjoker?

Vorzeitige Kündigung von Darlehen: Aktuell liegen die Darlehenszinsen bei entsprechender Bonität bei unter einem Prozent. Wer wird da nicht nachdenklich und wünscht sich eine Umschuldung? Der “Widerrufsjoker“, wie er gemeinhin genannt wird, hat sogar in einer aktuellen höchstrichterlichen Entscheidung gezogen. Aber die Bankenlobby ist nicht untätig. …

Ist bald Ende?

Die Gesetzeslage bezüglich der “immerwährenden” Widerrufsmöglichkeit soll bald geändert werden.

Noch ist jedoch nicht soweit. Die Möglichkeit, einen großen Teil der monatlichen Belastungen durch Zinszahlungen zu vermeiden besteht noch und kann von vielen in Anspruch genommen werden. Wer sein Darlehen noch zu einer Zeit abgeschlossen hat, als die Zinsen bei 5 % oder darüber lagen, der kann monatlich locker einen vierstelligen Betrag sparen. Wird diese Ersparnis in die Tilgung gesteckt, ist das Darlehen um Jahre früher getilgt, als dies ursprünglich möglich gewesen wäre.

Vorteile für Mitglieder

Lassen Sie deshalb alle Darlehensverträge, die zwischen 2000 und 2010 abgeschlossen worden sind, dahingehend prüfen, ob ein Ausstieg mit dem “Widerrufsjoker” in Frage kommt. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob das für Ihren Vertrag in Frage kommt, übernehmen wir gerne die Prüfung für Sie. Wir senden Ihnen dann zeitnah eine Stellungnahme durch einen Rechtsanwalt.

Für sämtliche in Frage kommenden Verträge können wir außerdem die Andienung an einen Prozessfinanzierer anbieten. In diesen Fällen können Sie das Kostenrisiko für den Fall des Unterliegens auf eine Versicherungsgesellschaft abwälzen und zahlen nur im Erfolgsfalle eine Erfolgsbeteiligung.

Keine telefonischen Auskünfte!

Telefonische Auskünfte können wir nur erteilen, wenn Sie uns vorab den entsprechenden Darlehensvertrag mit der Widerrufsbelehrung übermittelt haben. (Bitte senden Sie uns keine Originale!)

Vorschussbetrug durch FOREX-Händler

Scam ist die umgangssprachliche Bezeichnung für Vorschussbetrug

Scammer: Anglizismus für Vorschussbetrüger

Devisen, Optionsscheine, Zinspapiere, die Liste der Finanzinstrumente, die vorzugsweise von Scammern angeboten werden, ist quasi unendlich lang. Und es hat sich mittlerweile herausgestellt, dass umso mehr Investoren gefunden werden, je exotischer die Bezeichnung des jeweiligen Finanzinstruments ist. Ein gutes Beispiel hierfür sind die “Binären Optionen“. Wenn schon die Anbieter keine passenden Worte finden, um ihre eigenen Angebote ausreichend zu erklären, wie soll dann der geneigte Anleger das wahre Risiko erkennen?

Nichts ist, wie es scheint …

Eine Internet-Seite ist schnell aufgesetzt. Professionelle Templates mit kompletten Texten und Bildern ausgestattet lassen sich heutzutage für wenige Euros kaufen und binnen Minuten installieren. Die Internet-Auftritte täuschen den Eindruck vor, es mit riesigen, alteingesessenen Firmen zu tun zu haben. Nur geübte Augen erkennen, das selbst die Fotos der angeblichen Mitarbeiter nur Überbleibsel aus dem jeweiligen Mockup sind. Dieselben Fotos zieren die Team-Seiten von Hunderten weiterer Webseiten, die oft ähnliches im Sinn haben.

Die Spreu vom Weizen trennen.

Trotzdem gibt es einige Möglichkeiten, sich schnell und kostenlos über den jeweiligen Anbieter zu informieren. Als erste Anlaufstelle dient bei jeder Internet-Seite immer das Impressum. Es muss bei deutschen Anbietern von der Start-Seite aus aufrufbar sein und enthält bereits eine Menge an gesetzlich vorgeschriebenen Informationen. Wer hier nicht mindestens die vollständige Adresse, die Telefonnummer, sowie den vollständigen Namen des Geschäftsführers oder CEO vorfindet, sollte bereits mehr als gewarnt sein. Ein Sitz in Deutschland und eine ausländische Telefonnummer und vice versa, sollten genauso skeptisch machen, wie abgekürzte Namen. Sollten die Namen der Mitarbeiter oder Initiatoren wie Jane oder John Doe klingen, ist die Assoziation zu unbekannten Toten bereits ein wirksames Alarmsignal.

Suchen Sie nach den Aufsichtsbehörden

Neben dem Impressum – sofern eines vorhanden ist – sollte ein Link auf die jeweilige Aufsichtsbehörde gesucht und gefunden werden. Seriöse Unternehmen halten an geeigneter Stelle entsprechende Einträge vor. Und alle maßgeblichen Aufsichtsbehörden haben Listen der Gesellschaften, die über die notwendigen Erlaubnisse verfügen.

Legal-Techs: Ihre Fluggasthelfer?

Legal-Techs sind Unternehmungen die sich mit der technologischen Umsetzung von Rechtsdienstleistungen beschäftigen. Grob gesagt geht es also um Rechtsdienstleistungen im Internet. Diese Unternehmungen wachsen derzeit wie Pilze aus dem Boden und empfehlen sich für alle möglichen Aspekte des täglichen Rechts.

Akquisemaschine für Rechtsanwälte

Während auf der einen Seite Software dafür sorgt, dass Rechtsanwälte Mandanten akquirieren können, wird auf der anderen Seite dafür gesorgt, dass Verbraucher gezielten rechtlichen Rat erhalten. Speziell große Anwaltskanzleien haben das Potenzial des Internets in Verbindung mit den sozialen Medien und der gezielten Suchwort-Werbung entdeckt. Seit einigen Jahren fließen hier Unsummen Werbegelder an die entsprechenden IT-Dienstleister. Und nach wie vor ist es für die werbenden Rechtsdienstleister ein mehr als lohnendes Geschäft, welches trotz des umfangreichen speziellen Werbeverbotes für Rechtsanwälte einen ungehemmten Zulauf genießt.

Fluggastrechte, Verkehrsunfälle, Radarfallenopfer, …

Legal-Tech Unternehmungen lohnen sich vor allen Dingen in den Bereichen, in denen häufig gleich gelagerte Fälle auftreten. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Durchsetzung von Fluggastrechten, die Hilfe für Geschädigte bei Verkehrsunfällen oder auch die Unterstützung der Verkehrsteilnehmer, die sich zu unrecht “geblitzt” fühlen.

Rechtsrat nach dem Gießkannenprinzip

Diese Form der Rechtsberatung lohnt sich für die Betreiber nur als reines Massengeschäft. Nur, wer formularmäßigen Rechtsrat benötigt, kommt bei diesen Gesellschaften auf seine Kosten. Auch die Werbemethoden der diversen Portale decken die wahren Absichten dieser Unternehmungen schnell auf. Aussagen wie: “99 % aller Blitzerfotos sind falsch!” oder “Auszahlung von Fluggastentschädigungen innerhalb von 24 Stunden”, sollen den Rechtsratsuchenden zu einer (vor-)schnellen Entscheidung drängen. Ist die entsprechende Rechtsdienstleistungsvereinbarung erst einmal unterschrieben, gibt es nur noch ganz selten die Möglichkeit, sich noch einmal um zu orientieren.

Triviale Rechtsdienstleistungen

Als Informationsquelle für die verschiedenen rechtlichen Möglichkeiten, die man als Geschädigter haben mag, sind diese Portale mit Sicherheit gut geeignet. Für die Durchsetzung der eigenen Ansprüche ist jedoch der spezialisierte Rechtsanwalt aus unserer Erfahrung der bessere Partner. Während bei den jeweiligen Portalen nur das Werbegerüst gekauft wird und die anwaltliche Leistung in den Hintergrund gerückt wird, sollte es im Sinne des Geschädigten, nicht auf diese Art ablaufen.

Grauer Kapitalmarkt

Bei dem grauen Kapitalmarkt handelt es sich um den unregulierten aber noch legalen Teil des Kapitalmarktes. Ihn zeichnet vor allen Dingen die fehlende staatliche Aufsicht aus. Der Reiz für die dort tätigen Unternehmen liegt im Besonderen darin, dass keine Erlaubnis einer staatlichen Behörde benötigt wird.

Bernhard Ehlen

Hochrisikosegment

Allgemein sollten sämtliche Engagements in diesem Bereich des Kapitalmarktes mit besonderer Vorsicht erfolgen.

Wo Schatten ist, ist auch Licht!

Neben den ganz offensichtlichen Nachteilen, bietet der graue Kapitalmarkt verschiedenen Gruppen von Marktteilnehmern auch erhebliche Vorteile: speziell kapitalschwache Unternehmen (wie zum Beispiel Unternehmensgründungen, also start-ups) haben über den grauen Kapitalmarkt erleichterten Zugang zu Investoren und Kapital.

Risiken und Gefahren

Durch die fehlende staatlicher Aufsicht sind die Produkte des grauen Kapitalmarktmarktes besonderen Risiken und Gefahren unterworfen.

Enormer finanzieller Schaden

Verschiedene Statistiken deuten darauf hin, dass der jährliche Schaden bei über 20 Milliarden € liegt. Es ist mit Sicherheit dem Umstand zu verdanken, dass viele Anleger schwarz Geld für Investitionen benutzen, dass nur wenige Fälle zur Anzeige gebracht werden. Oft sind es auch haarsträubende Geschichten, die eine Vielzahl von Anlegern dazu verleitet haben, Geld zu investieren.

Wenn etwas zu schön ist um wahr zu sein, ist es das meist auch!

Teilweise lässt sich auch beobachten, dass viele geschädigte Anleger sich ob ihrer Anlageentscheidung schämen und alleine aus diesem Grund auf eine strafrechtliche Verfolgung verzichten.

P&R: aus dem Schneeball wird eine Lawine

Verschiedene Medien berichten schon seit Monaten über die Insolvenz der P&R Container-Gruppe (u.a.: P&R Transport-Container GmbH). Derzeit sieht es ganz nach der größten Insolvenz aus, die deutschen Anlegern jemals widerfahren ist. 54.000 Anleger soll der Fonds eingesammelt haben. Die sich allesamt – zumindest eine Zeit lang – als Vermieter eines Containers fühlen durften.

Die ersten Verantwortlichen richten sich ein …

Während sich bereits die ersten der mutmaßlich Verantwortlichen durch eine “umfangreiche Kooperationsbereitschaft” auf einen Deal mit der Staatsanwaltschaft einrichten, gucken die Anleger wohl allesamt in die Röhre. Wer mit der Justiz kooperiert, darf auf eine mildere Strafe hoffen. Und mit dem Geld, von dem hier die Rede ist, dürfte es den Verantwortlichen leicht fallen, sich die teuersten Anwälte leisten zu können. Wie die Verfahren mutmaßlich nach etlichen Jahren ausgehen werden, mussten Anleger bereits in tausenden anderen Fällen erleben.

Die ausgesprochenen Strafen waren, aus der Sicht vieler Betroffener, viel zu milde.

Über eine Millionen Container weniger, als anfänglich angenommen.

Statt 1,6 Millionen sollen nur noch rund 600.000 Container vorhanden sein. Das bedeutet für die Anleger, dass noch weniger Geld übrig bleiben wird, als bereits befürchtet. Der klägliche Rest, der jetzt noch vorhanden ist, reicht schlimmstenfalls noch für die Kosten des Insolvenzverfahrens.

Ist noch was zu retten?

Das deutsche Insolvenzrecht sieht eigentlich eine gleichmäßige Befriedigung der Gläubiger vor. Trotzdem besteht für die meisten Anleger kaum der Hauch einer Chance, mehr als die festgestellte Insolvenzquote als “Schadensersatz” zu erhalten.

Tatsächlich kann der Grundsatz der gleichmäßigen Befriedigung der Gläubiger unter bestimmten Voraussetzungen durchbrochen werden. Es reicht bereits die Feststellung, dass ein Gläubiger absonderungsberechtigt ist. Welche Kriterien im jeweiligen Fall zutreffen können, kann von Fall zu Fall höchst unterschiedlich sein und ergibt sich oft erst aus den bestehenden Verträgen.

Grundsätzlich gilt: abonderungsberechtigte Gläubiger werden vor den übrigen Insolvenzgläubigern bedient.

Rechtliche Einzelfallprüfung der Anlage- und Beraterverträge

Wer sein Investment noch nicht vollständig aufgeben möchte, ist aus den genannten Gründen mit Sicherheit gut beraten, sich anwaltlicher Hilfe zu versichern. Die dedizierten Rechtsanwälte der iipk können auf teils jahrzehntelange Erfahrung zurückblicken und stellen den wichtigsten Baustein auf dem Weg zu einem möglichen Schadensersatz dar.

Rückabwicklung von Lebens- und Rentenversicherungsverträgen

Aktualisierung 19.12.2018

Die Lebensversicherer stehen zunehmend unter Druck. Einerseits muss ein Mindestzins an die Versicherten gezahlt werden, andererseits liegen die Marktzinsen im Minusbereich. Dieses Dilemma bringt so manchen Versicherer auf die Idee an den Gebührenschrauben zu drehen und die diversen Zulagen zu kürzen oder gar zu streichen. 

OLG Köln IV ZR 384/14

Das OLG Köln hatte über den Widerspruch der kombinierten Renten und Lebensversicherung eines Versicherten aus dem Jahr 2003 zu entscheiden. Die Entscheidung in dieser Sache ging rauf bis zum BGH und wurde von diesem zur endgültigen und abschließenden Entscheidungsfindung wieder an das OLG zurückgegeben.

Die erfreuliche Nachricht gleich vorweg: es geht!

Um es nicht komplizierter zu machen, als es ohnehin schon ist, die Chancen stehen für alle vor dem Jahr 2015 abgeschlossenen Renten- und Lebensversicherungen so gut, dass eine Überprüfung sich auf jeden Fall lohnt. Wer zu der Gruppe Versicherter gehört, die vor dem genannten Zeitpunkt eine Lebens- oder Rentenversicherung abgeschlossen hat, kann den Ausstieg ohne finanzielle Einbußen mit guten Aussichten auf Erfolg prüfen lassen.

Lust auf mehr Geld?

Dabei ist der Grund des Ausstiegs aus Sicht der hierzu befragten Rechtsanwälte vollkommen egal. Sei es Kaufreue, sei es die Erkenntnis, dass es lohnendere Anlagen gibt oder sei es einfach nur aus dem Grund, weil es eben geht. Wer diesen Weg in der Vergangenheit gehen wollte, musste erhebliche finanzielle Einbußen hinnehmen. Die Abschluss- und Verwaltungsgebühren wollten sich die Versicherungen nicht wieder durch die Lappen gehen lassen und warfen den ausstiegswilligen Versicherten daher immer wieder Knüppel zwischen die Beine. Viele Versicherungsgesellschaften sahen die Rechtslage ähnlich und versuchten im Besonderen in den letzten Jahren ein Grundsatzurteil mit allen Mitteln zu vermeiden. Damit ist jetzt Schluss.

Auch für bereits abgerechnete Verträge interessant

Das Urteil ist im Übrigen nicht nur für Versicherte interessant, deren Vertrag noch läuft. Auch Versicherte deren Versicherung schon seit längerem ausgelaufen, ja sogar ausgezahlt worden ist, haben gute Aussichten durch eine Rückabwicklung des Vertrages teils erhebliche zusätzliche Zahlungen zu erhalten.

Prüfung für Mitglieder kostenlos

Wer sich nicht sicher ist, ob sich der Widerruf des Versicherungsvertrages lohnt oder wer kein Kostenrisiko eingehen möchte, kann die Dienstleistungen der iipk in Anspruch nehmen. Für sämtliche Mitglieder ist die Rechtsberatung durch dedizierte Rechtsanwälte kostenlos. Wer darüber hinaus aus Kostengründen die Rückabwicklung nicht auf eigene Kosten betreiben möchte, für den dienen wir den Fall gerne einem Prozessfinanzierer an. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Prozessfinanzierer die gesamten entstehenden Kostenrisiken gegen Erfolgsbeteiligung trägt, ist sehr hoch.

Beunruhigende Nachrichten für Flugzeugfonds-Anleger

Aktualisierung 19.12.2018

Die Komponenten des Fonds sollen jetzt in Einzelteilen verkauft werden. Ob für die Anleger dadurch der Schaden noch erheblich reduziert werden kann, muss bezweifelt werden. Der Markt für Ersatzteile des A380 dürfte doch recht eng  sein. Damit geht dann auch das Problem einher, dass der Verkäufer den Preis bestimmen kann, schließlich hat er keine oder kaum Konkurrenz. Wir können den Betroffenen nur raten, das jetzige Szenario mit dem zu vergleichen, welches der jeweilige Berater über die Aussichten dieses Fonds zum Besten gegeben hat. 

Medienberichten zu Folge könnte der erste Airbus A380 Flugzeugfonds (DS-Fonds Nr. 129 Flugzeugfonds IV) in Schieflage geraten. Derzeit soll das Flugzeug ungenutzt auf dem Flughafen von Tarbs-Lourdes in den französischen Pyrenäen herum stehen.

DS-Fonds in Not

Insgesamt fast 100 Millionen Dollar sollen Anleger in den Fonds investiert haben. Banken sollen weitere 120 Millionen an Krediten zur Verfügung gestellt haben, um den Kaufpreis für den A380 in Höhe von etwa 220 Millionen Dollar für das Großraumflugzeug aufzubringen. Nun wurde das Flugzeug stillgelegt und eingemottet, da der Leasingvertrag mit Singapore Airlines ausgelaufen ist und nicht verlängert wurde. Und das gerade einmal 10 Jahre nach seiner Inbetriebnahme.

Rund 2700 deutschen Anleger sollen sich an dem betroffenen Fonds Nr. 129 der Fondsgesellschsaft Dr. Peters Group beteiligt haben. Die Zukunft der vierstrahligen Maschine ist nun ungewiss. Wird es als Ersatzteillager ausgeschlachtet oder findet sich ein neuer Abnehmer?

Was war passiert?

Singapore Airlines hatte den Leasingvertrag einem Zeitungsbericht zu Folge nach 10 Jahren nicht verlängert. Der Fonds aber soll 15 Jahre und die Finanzierung 14 Jahre laufen. Derzeit betrifft das offenbar nur den Fonds Nr. 129. Allerdings soll die asiatische Fluggesellschaft die Verlängerungsoption für drei weitere Flugzeuge ebenfalls nicht gezogen haben. Betroffen hiervon seien die Fonds Nr. 130 und Nr. 131. Rechnet man alle drei Fonds zusammen, sollen sich hieran etwa 12.000 Anleger mit einer Investitionssumme von insgesamt rund 390 Millionen Dollar beteiligt haben. Einige von ihnen gleich mehrfach. Es soll zwar Gespräche mit Interessenten über die Weiternutzung der Maschine geben. Bislang konnte aber offenbar kein Abnehmer gefunden werden.

Was aber, wenn das nicht oder nicht rechtzeitig gelänge? Denn der Einsatz eines A380 lohnt sich nur auf Langstrecken mit hohem Passagieraufkommen. Und wie in jüngster Zeit immer wieder berichtet wurde, entpuppte sich der A380 nicht gerade als Verkaufsschlager. Möglich wäre zum einen ein Verkauf des Flugzeugs. Dann müsste der Fonds letztlich abgewickelt werden. Auch ein Umbau in ein Frachtflugzeug wäre denkbar, das wäre dann wohl der erste seiner Art. Auch die Ausschlachtung als Ersatzteillage käme in Frage.

Wie schwierig die Lage des Fonds derzeit sein könnte, zeigt der Umstand, dass einem Zeitungsbericht zufolge die Ausschüttung für April 2018 ausfallen dürfte und zwar für alle drei Fonds. Hier wird wieder einmal deutlich, welche Risiken in solchen Beteiligungen stecken. Solche geschlossene Fonds sind anders als z.B. Aktien nicht an einer Börse, also einem öffentlichen Zweitmarkt, handelbar. Zum anderen handelt es sich um unternehmerische Beteiligungen, denen das Risiko eines Totalverlustes innewohnt. Zum Problem werden kann auch, wenn – wie hier – der Leasingvertrag zeitlich kürzer angelegt ist, als der Finanzierungsvertrag zur Anschaffung des Flugzeugs. Denn dann ergibt sich ein im Hinblick auf die Finanzierungskosten ungünstiges Zeitdelta, das aufgefangen werden muss.

Fonds im Fokus:

DS-Fonds Nr. 129 Flugzeugfonds IV DS-Fonds Nr. 130 Flugzeugfonds V DS-Fonds Nr. 131 Flugzeugfonds VI & VII DS-Fonds Nr. 135 Flugzeugfonds X DS-Fonds Nr. 136 Flugzeugfonds XI DS-Fonds Nr. 137 Flugzeugfonds XII DS-Fonds Nr. 139 Flugzeugfonds XIII DS-Fonds Nr. 140 Flugzeugfonds XIV

Sollten Sie zu den Anlegern der vorgenannten Fonds gehören, ist u.M.n Eile geboten. Sämtliche Ausschüttungen – für die betroffenen Fonds – stehen unter dem Vorbehalt der vollständigen Rückforderung, wenn es sich nicht um Ausschüttungen aus echten Gewinnen handelt.

Seriöse Kapitalanlagen erkennen und unseriöse meiden

Was unterscheidet seriöse von unseriösen Kapitalanlagen und wie kann der durchschnittliche Anleger dies erkennen? Schon die Fragestellung lässt vermuten, dass diese Frage nicht so einfach zu beantworten ist. Mit Sicherheit lässt sich nur sagen, dass die wenigsten Anbieter von sich selbst behaupten unseriös zu sein. Somit fällt die Auswahl und vor allen deren Qual auf den Anleger zurück.

Vertriebsstruktur

Es ist etwas anderes, wenn Ihnen jemand eine Beteiligung an seinem eigenen Betrieb anbietet, als das Angebot eines Beraters, sich an einem ihm eigentlich fremden Unternehmen zu beteiligen. Das, was so schön einfach klingt, wird von den wenigsten Anlegern genutzt, um die Seriosität einer angebotenen Kapitalanlage einzuschätzen. Alle Angebote, die darauf abzielen Geld zu investieren, sollten immer mit der Frage beginnen: welche Motivation hat der Anbieter?

Eine hohe Provision kommt den Anleger teuer zu stehen!

Wenn Ihnen als einziges Argument die Provision des Beraters in den Sinn kommt, spricht das schon sehr stark für einen Ausschluss dieses Angebotes. Vor 20 Jahren mögen noch viele Beteiligungen an Unternehmen ein befriedigendes Ergebnis geliefert haben. Wenn auch in vielen Fällen nur wegen der üppigen Steuervorteile. Heute sieht das ganz anders aus. Die kurzen Verjährungsfristen sorgen in der Regel dafür, dass Anleger mit dem Erkennen des Scheiterns der Kapitalanlage die Verantwortlichen nicht mehr in die Haftung nehmen können. Sämtliche Ansprüche verjähren seit der Schuldrechtsreform viel zu schnell.

Drum prüfe, wer sich ewig bindet, …

Doch eigentlich ist es ganz einfach: Egal, welche Kapitalanlage Sie gerade in Ihren Bann zieht, es gibt immer unabhängige Fachleute, die in der Lage sind die richtigen Fragen zu stellen. Eine Vielzahl unserer Mitglieder nutzt seit Jahren eine kostenlose Zusatzleistung: Wir prüfen für jedes Mitglied kostenfrei und unverbindlich jedes Kapitalanlageangebot auf Übereinstimmung mit den eigenen Anlagekriterien. Zurückblickend haben wir viele Mitglieder vor erheblichen finanziellen Verlusten bewahren können.

Zusatzleistung für alle Mitglieder

Gerne prüfen wir alle Kapitalanlagen, die Ihnen angeboten werden oder an denen Sie sich beteiligen möchten; Und zeigen Ihnen schriftlich auf, ob eine Übereinstimmung mit Ihren Anlagezielen besteht.

Guter Rat muss nicht teuer sein, guter Rat ist iipk!

Lichtmiete – wer nicht zahlt, wird beschattet?

Deutsche Lichtmiete Beteiligungsgesellschaften: Beteiligungen an einer Gesellschaft, die Beleuchtungen vermietet. Hört sich für mich eher unspektakulär an. Das mag auch an dem unglücklich gewählten Namen liegen. Licht ist m.E. eher ein öffentliches Gut. Es kann von jedem uneingeschränkt genutzt werden. Was die Dienstleistung dieser Gesellschaft angeht, ist nicht Licht gemeint, sondern Beleuchtung. Ob das schon irreführend ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Da aber die Gesellschaft nicht gezwungen wurde, diesen Firmennamen zu wählen, muss Absicht dahinter stecken. 

Wo Licht ist, ist auch Schatten

Ich finde es etwas befremdlich, eine Publikumsgesellschaft für eine so alltägliche Sache wie eine Beleuchtung zu gründen. Vielleicht haben sich das auch die Inititatoren gedacht und deshalb bewusst auf den Begriff Beleuchtung verzichtet. Das erinnert mich doch sehr an die Container-Geschäfte anderer Gesellschaften. Da klang anfangs auch alles nach einem guten Geschäft.

LED – Leider Ein Defizit

LED ist in aller Munde. Die Beleuchtung aus oder mittels LED-Technik spart eine Menge Strom. Das machen sich auch mehr und mehr Unternehmen zunutze. Ich kann mangels Informationen nicht beurteilen, ob es tatsächlich Firmen gibt, die sich die Beleuchtung für Büroräume und Werkhallen mieten. Vor dem Hintergrund der geringen Kapitalbindung mag es für diese Firmen durchaus Vorteile geben. Hier ist aber meines Erachtens sowieso nicht das Risiko dieser Beteiligungsmöglichkeit zu finden. Auf den ersten Blick hat es für mich keinen Sinn, Beleuchtung zu mieten. Speziell die Solvenz der mutmaßlichen Kunden der Gesellschaft soll weit über dem Bundesdurchschnitt liegen. Bei solchen Gesellschaften steht oft eine stringente Kostensenkungspolitik im Vordergrund. Kredite liegen bei Null Prozent oder nahe dran. Während diese Firmen also auf der einen Seite Kredite für lau bekommen, sollen ausgerechnet diese Firmen bereit sein Mietverträge über Beleuchtungsanlagen abzuschließen?

Lichtmiete? – Nein Danke

Licht ist ein öffentliches Gut. Ich werde mit Sicherheit keine Miete dafür zahlen.

Schon Erfahrungen?

Gerne können Sie uns per E-Mail Ihre eigene Einschätzung dieser Kapitalanlage senden. Wir freuen uns über jeden Beitrag und jede Anregung.

Binäre Option – mit Nullen und Einsen zum Verlust

Das kennt wohl jeder noch aus der Schule, den Binärcode. Die einfachste Möglichkeit zwei unterschiedliche Zustände anzuzeigen. Null und Eins. Aus mehr Ziffern besteht der Binärcode nicht und doch ist unser gesamtes Wirtschaftssystem darauf aufgebaut. Wer wird bei soviel Positivem schon daran denken, dass es findigen Geistern mal wieder gelungen ist, die zu Grunde liegende positive Assoziation ins Gegenteil zu verkehren?

Binäre Optionen für Jedermann?

Immer, wenn etwas zu einfach klingt, um wahr sein zu können, ist es das auch. Diese These lässt sich gerade im Kapitalanlagebereich jeden Tag aufs neue beweisen. Mit binären Optionen ist das nicht anders. Das einfachste Bild einer binären Option ist der Münzwurf. Für jede Seite der Münze steht die Chance in der Regel bei 50 %. Und genau dieses Bild haben leider viele Anleger, wenn sie von binären Optionen hören. Dabei wäre das passendere Bild, zumindest in diesem Zusammenhang, eher ein Würfel, bei dem man bei jedem Wurf nur auf eine einzige Fläche “setzen” darf.

Lügen, bis sich die Balken biegen

Das Risiko dieser Kapitalanlage erkennt nur, wer sich die Mühe macht, unter die Oberfläche zu schauen. Anbieter von Differenzgeschäften machen es sich zu Nutze, dass es viele Anleger gibt, die sich selbst als Optionserfahren sehen. Dabei wird oft Erfahrung mit Kenntnis gleichgesetzt. Diese Kenntnis nutzen Anbieter solcher Kapitalanlagen geschickt aus. Dabei sollte doch speziell im Bereich des hochkomplexen Optionshandels die Devise gelten: “was der Bauer nicht kennt, das isst er nicht”.

Versteckte Kosten sind das KO-Kriterium

Wer schon mal mit binären Optionen reingefallen ist, und das wird früher oder später jeder sein, der hat gute Chancen seinen Schaden ersetzt zu bekommen. Mehr und mehr erkennen auch die mit dieser Thematik befassten Gerichte, dass die Verluste nicht immer nur der Zockermentälität diverser Anleger geschuldet sind. Das komplexe System in dessen Mechanismen die binären Optionen unerfahrenen Anlegern angeboten werden, laden in erster Linie die Anbieter solcher Systeme dazu ein, das Anlegergeld geschickt in Gebühren umzuwandeln. 

Der geschulte Vertrieb lässt dem Anleger keine Chance!

Der gemeine Anleger erkennt diese Strukturen in der Regel nicht, da er sich von Prospekten und Versprechen blenden lässt und dadurch den Blick auf die eigentlichen Risiken ausblendet.