Diese vier Namen sollten Sie sich merken, wenn Sie sie nicht sowieso schon aus leidlicher eigener Erfahrung kennen: MS „PETER SCHULTE“,  MS „FRANZ SCHULTE“,  MS „PAUL SCHULTE“ und MS „RUTH SCHULTE”. Sie gehören zum BS Invest Chemikalientanker Flottenfonds, kurz: CTFF. Und sie wurden im Jahr 2006, als der Fonds aufgelegt wurde, gefeiert wie Retter. Nicht für für Anleger, sondern auch gleich noch für die Sicherheit auf den weltweiten Seewegen. Gerettet werden muss aber inzwischen vornehmlich das Kapital, das Anleger in den Fonds investiert haben.

Sollten Sie von Verlusten betroffen sein, kommen Sie zu uns. Wir sehen uns den Fall einmal genauer an. Und zu sehen gibt es mehr als genug.

Sicher in den Hafen des finanziellen Erfolgs?

Eigentlich konnte man nur gewinnen, als der Flottenfonds 2006 an den Start ging. Immerhin waren die vier genannten Schiffe sogenannte Doppelhüllentanker, die moderner und sicherer als die Einhüllentanker waren. Entsprechend „gute Marktaussichten“ wurden dem Fonds damals attestiert, an anderer Stelle hieß es gar, sie seien „überdurchschnittlich gut“. Und überhaupt: der Prospekt von BS Invest geizte nicht mit ambitionierten Formulierungen. Schließlich, so weiter, führe die Einführung der damals neuen Risikoklassen zu einer erhöhten Nachfrage von Schiffen, die mit der Doppelhülle ausgestattet seien. Schon ab Januar 2007 dürften bestimmte Chemikalien nur noch von Tankern des Typs II transportiert werden, ab 2010 dann müssten alle Tanker mit nur einer Hülle vollends von den Seewegen verschwunden sein. Das wirke sich natürlich auf die Nachfrage der neuen Schiffe aus.

Gute Perspektiven durch Hilfe von außen

An anderer Stelle hieß es im Eröffnungsjahr des Fonds, man habe das Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) beauftragt, eine Marktstudie zu erstellen. Auszüge daraus flossen dann auch in den Prospekt ein, so wurde die Seriosität nach außen hin erhöht. Für die BS Invest ein dankbarer Aufhänger, um auf die künftig erhöhte Nachfrage und ein gutes Wachstum hinzuweisen.
Prospekt und Studien: Zwei verschiedene Paar Schuhe
Schon im Jahr 2010 war klar, dass der BS Invest Chemikalientanker Flottenfonds zu hoch gepokert hatte. Zwar existierte Sanierungskapital, doch das war innerhalb kürzester Zeit aufgebraucht, die laufenden Kosten konnten nicht mehr gedeckt werden. Zu diesem Zeitpunkt waren die Anleger ohnehin bereits weit entfernt von den prognostizierten Ausschüttungen, die es im Eröffnungsjahr noch gegeben hatte. Hinzu kamen Anleger, die sich die Entwicklung nicht gefallen lassen wollten und vor Gericht zogen. Nicht nur, aber auch der Umstand, dass die erwähnte ISL-Studie in den Prospekt aufgenommen wurde, war Anlass genug, die Verkaufsstrategie auf Beratungsfehler oder Falschberatung überprüfen zu lassen. Es stellte sich schnell heraus, dass die Erfolgsaussichten durchaus gegeben waren. Und es weiterhin sind.

Setzen Sie sich mit uns gemeinsam zur Wehr

Zuletzt war es im November 2015 das Landgericht Hamburg, das sich mit dem CTFF beschäftigt hat. Insbesondere die Tatsache, dass Teile der oben genannten ISL-Studie übernommen worden waren, reichte dem Gericht als Hinweis darauf, dass es offenkundige Fehler im Prospekt gab.

Doch es gibt noch andere Möglichkeiten, gegen den CTFF vorzugehen. Denn die Berater, die den Fonds „unters Volk gebracht“ haben, müssen in ihren Beratungsgesprächen nicht nur auf die Chancen des Produktes hinweisen, sondern auch umfassend über Risiken aufklären und die Struktur des Fonds verständlich darlegen. Gute Perspektiven gibt es insbesondere, wenn der Fonds als geeignete Altersvorsorge angepriesen wurde. Denn das ist nicht der Fall, weil der Schiffsfonds ein unternehmerisches Risiko für den Anleger darstellt, was im absoluten Missverhältnis zu den Ansprüchen an eine Altersvorsorge steht.

Nicht zuletzt können verschwiegene Provisionen – und die werden in diesem Bereich großzügig ausgezahlt – ein Grund sein, um gegen den Fondsberater vorzugehen.

Sie sehen, dass Sie sich nicht hilflos Ihrer Situation und den daraus folgende Verlusten ergeben müssen. Sprechen Sie mit uns, dann kümmern wir uns gemeinsam darum, Ihre Lage spürbar zu verbessern.

BS Invest Chemikalientanker Flottenfonds (CTFF): Sinkende Schiffe statt steigender Renditen