MS Flensburg insolvent: Anleger gelackmeiert!

Am 7.9.2016 wurde über das Vermögen der Atlas Trampship Reederei GmbH & Co. MS “FLENSBURG” KG das Insolvenzverfahren eröffnet. Damit geht auch dieser Fonds den gleichen Weg, den in den letzten Jahren hunderte geschlossener Fonds gegangen sind – in die Insolvenz. Der Fonds wurde den Anlegern erst im Jahr 2008 angeboten. Trotz der bereits damals widrigen Umstände im Chartermarkt, wurde der Fonds platziert.

Anlageempfehlung fehlerhaft?

Heute kann man sich fragen, ob die Berater das nicht hätten vorhersehen müssen. Schließlich zeichnete sich bereits seit 2004 ab, dass die ganzen Schiffsfonds schweren Zeiten entgegensteuern. Ständig sinkende Charterraten durch enorme Überkapazitäten waren in sämtlichen Fonds-Zeitschriften das Thema schlechthin. Hier stellt sich für einen außenstehenden immer die Frage, welchen Anlagewunsch der Anleger wohl hatte, dass ihm so ein Mist angedreht worden ist?

Prospektfehler

Die Prospekte genügten – wie bei den meisten Fonds – wohl den gesetzlichen Anforderungen. Aber das ist in der Regel auch gar nicht der Knackpunkt. Nach unserer Meinung hätte schon in den frühen nuller Jahren jeder Anleger darüber aufgeklärt werden müssen, dass man mit Fonds kein Geld verdienen kann. Äh, dass man als Anleger mit Fonds kein Geld verdienen kann! Kleiner, aber feiner Unterschied. Die Geschäftsführer kassieren absurd hohe Gehälter, die in den meisten Fällen die Ausbildung derselben in keiner Weise würdigen. Das Fonds-Konstrukt der GmbH und Co. KG tut noch sein Übriges. Selbst als interessierter Anleger gibt es keine Chancen, dem Geschäftsführer auf die Finger zu (sc)hauen.

Alles verloren?

Die Insolvenz ist bei dieser Art Unternehmen oft das endgültige Ende der Gesellschaft. Ganz selten hört man von Fortführungskonzepten, die auch tatsächlich umgesetzt werden können. Etwas anderes ist auch im Fall der Atlas Trampship Reederei GmbH & Co. MS “FLENSBURG” KG nicht ernsthaft zu erwarten. Folgt man dieser Feststellung gibt es nur noch die Möglichkeit sich an die jeweiligen Berater zu wenden. Und da stehen die Chancen, nach den ersten rechtlichen Würdigungen der Rechtsanwälte aus unserem Netzwerk, eigentlich schon ganz gut.

Beraterpflichten

Zuallererst kann man die Meinung vertreten, dass die Berater schon zu Beginn des Beratungsgespräches darauf hätten hinweisen müssen, dass der Fonds in einem sehr schwierigen Umfeld startet. Dies hätte den klaren – und auch schriftlichen – Hinweis erforderlich gemacht, dass der Fonds vermutlich scheitern wird! In den uns vorliegenden Fällen ist diese Information an keinen Anleger übermittelt worden. Im Gegenteil, teilweise wurde der Fonds als sicher und für die Altersvorsorge geeignet angeboten. Das war jedoch bereits damals mit Sicherheit nicht der Fall.

Ansätze für Schadensersatz

Die von uns befragten Rechtsanwälte haben sich in ersten Stellungnahmen bereits ausführlich zu vorgenanntem Sachverhalt geäußert. In vielen Fällen gehen wir bereits jetzt davon aus, dass die Chancen für einen vollständigen Schadensersatz sehr gut sind. Wenn Sie betroffener Anleger sind und ein kostenloses und unverbindliches Gespräch mit einem der Rechtsanwälte aus unserem Netzwerk wünschen, dann sollten Sie umgehend unserer Interessengemeinschaft beitreten. Den Antrag zur Aufnahme in die iipk finden Sie hier.

Atlas Trampship Reederei GmbH & Co. MS “FLENSBURG” KG