| Viele Lehman-Geschädigte nehmen Vergleichsangebote an |
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Nachdem sich viele Banken zunächst nicht zuständig gefühlt haben für die Schäden, die ihren Kunden aus der Pleite des US-Bankhauses Lehman entstanden sind, haben nach und nach immer mehr Institute Vergleichsangebote vorgelegt, wahrscheinlich nicht ohne die Hoffnung, auf diese Weise Schadenersatz-Klagen aus dem Weg zu gehen, die für sie noch wesentlich teurer würden.
Auch die Frankfurter Sparkasse hat ihren Kunden ein Vergleichsangebot unterbreitet, das die Rücknahme der weitgehend wertlosen Zertifikate und die Rückzahlung von 50 Prozent des angelegten Betrages beinhaltet. Rund 40 Mio. Euro will die Frankfurter Sparkasse hierfür ausgeben.
Allem Anschein nach scheint die Rechnung des Kreditinstituts aufzugehen, dass sich mit dem Vergleichsangebot das Gros der geschädigten Kunden gegen die individuelle Geltendmachung des eingetretenen Schadens entscheidet und sich so die Kosten für Entschädigungsleistungen minimieren. Denn rund 4.600 der 5.000 Kunden haben sich für das Vergleichsangebot entschieden. Offenkundig scheuen viele Anleger das Prozessrisiko und die damit einhergehenden finanziellen und nervlichen Belastungen. Ob die Entscheidung gegen eine Schadenersatzklage und für das Vergleichsangebot der Finanzinstitute die Richtige ist bleibt jedoch dahingestellt. Immerhin müssen sich Anleger, die sich mit dem Vergleichsangebot zufrieden geben, auch mit dem Verlust von 50 Prozent der Anlagesumme abfinden. Darüber hinaus urteilen deutsche Gerichte zunehmend anlegerfreundlich in Fällen von Beratungsmängeln bzw. fehlerhafter Risikoaufklärung. Anleger, die unsicher sind, wie sie mit den Vergleichsangeboten von Kreditinstituten für ihre wertlosen Lehman-Zertifikate umgehen sollen, sollten sich fachlich beraten lassen. Nach Klärung der Umstände des Erwerbs der Zertifikate mit einem Fachmann lassen sich in den meisten Fällen die Aussichten auf Erlangung des vollen Schadenersatzes besser beurteilen.
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