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Land unter bei Schiffsfonds
Einst als lukrative Geldanlage bzw. als Steuersparmodell angepriesen, kommt vielen Anlegern ihr Einstieg in die risikoreiche Schifffahrtsbranche inzwischen teuer zu stehen. Und es könnte noch teurer für sie werden.

Dass es schon seit einiger Zeit keine Ausschüttungen mehr auf Fondsanteile von Schiffsfonds gibt, daran haben sich viele Anleger inzwischen wohl schon gewöhnt. Nun droht ihnen allerdings bei einigen Fondsgesellschaften auch noch eine Nachschusspflicht bzw. die Rückzahlung bereits erhaltener Ausschüttungen. Dass damit aber noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist, zeigt die Tatsache, dass bereits zahlreiche Schiffsgesellschaften Insolvenz anmelden mussten, was in der Regel den Totalverlust der Einlage bedeutet.

Rund 300 Gesellschaften sollen inzwischen zum Sanierungsfall geworden sein, weil angesichts der bestehenden Überkapazitäten und der nach wie vor schwierigen weltwirtschaftlichen Lage nicht genügend Nachfrage nach Frachtkapazitäten besteht.

In diesem Zusammenhang sind bereits Vorwürfe gegen die vermittelnden Banken laut geworden, man habe beim Vertrieb der risikoreichen Schiffsfonds Beratungsfehler gemacht. So soll Anlegern, die auf der Suche nach einer sicheren Geldanlage waren, die Beteiligung an einem Schiffsfonds empfohlen worden sein, obwohl es sich doch hier um eine risikoreiche Geldanlage mit Totalverlustrisiko handelt.

Anleger sollten frühzeitig tätig werden, um ihre Ansprüche abzusichern. So sollte in jedem Fall geprüft werden, ob im Vorfeld des Anlagegeschäfts ordnungsgemäß über die Risiken der Geldanlage aufgeklärt wurde. Liegt hier ein Versäumnis des Anlagevermittlers vor, so kommt grundsätzlich Anspruch auf Schadenersatz in Betracht.

 

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